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Unzufriedene Mitarbeiter sind häufiger krank

Veröffentlicht am October 30th, 2016

Veröffentlicht am 30.10.2016

Letztendlich ist dies keine neue Erkenntnis – oder? Viele Firmen bzw. die in ihnen handelnden Personen wissen das, tun aber oftmals nicht genug dagegen. Dabei kosten unzufriedene oder auch kranke Mitarbeiter das Unternehmen jede Menge Geld. So bleibt Arbeit liegen oder wird auf die eh schon überlasteten anderen Mitarbeiter aufgeteilt … Im letztgenannten Fall steigt auch bei diesen Mitarbeitern der Grad der Unzufriedenheit und auch diese bleiben auf Dauer krankheitsbedingt daheim. Ein Teufelskreislauf?!!

Aus dem neuen Fehlzeitenreport des wissenschaftlichen Instituts der AOK, für den 2.000 Erwerbstätige befragt wurden, geht ganz klar hervor, dass fast jeder Dritte, der die Unternehmenskultur bei seinem Arbeitgeber als schlecht bewertet, 2015 mehr als zwei Wochen im Betrieb gefehlt hat. Im umgekehrten Fall traf dies nur auf jeden sechsten Mitarbeiter zu. Zufall? Sicherlich nicht!

Was sind aber nach dieser Studie die Hauptkritikpunkte der Mitarbeiter an ihrer Unternehmenskultur? Der Großteil der Arbeitnehmer wünscht sich, dass ihr Arbeitgeber hinter ihnen steht und dass sie für gute Arbeit gelobt werden. Gleichzeitig möchten Sie bei wichtigen Entscheidungen mitreden dürfen. Und last but not least soll natürlich auch das Gehalt stimmen.

Eigentlich ganz vernünftige Ansichten – oder? Warum empfindet dann aber nur jeder Zweite, dass er für seine Leistungen im Unternehmen ausreichend gewürdigt wird? Die Anzahl derjenigen, die der Meinung sind, wichtige Entscheidungen im Unternehmen beeinflussen zu können, ist mit 2 von 5 noch niedriger.

Der Gesundheitsforscher Bernhard Badura, Mitherausgeber des Fehlzeitenreports, fordert schon seit längerem ein Umdenken in den Führungsetagen. Schließlich wollen in der heutigen Kopfarbeitergesellschaft Menschen ihr Tun als sinnvoll empfinden. Diese jagen schon längst nicht mehr nur dem Geld hinterher und lassen sich extrinsisch somit auch nur bedingt – und wenn, dann auch nur kurzfristig – ruhig stellen. Für Führungskräfte und ihr Führungsverhalten bedeutet dies letztendlich, dass Werte und Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter verstärkt in den Mittelpunkt rücken müssen. Führung basierend rein auf Anweisungen und Kontrolle ist nicht nur unzeitgemäß, sondern komplett überholt.

Aber das wissen wir doch alle und sehen dies auch komplett so – oder? Warum ist dies aber in vielen Unternehmen und bei unzähligen Führungskräften trotz des ganzen Wissens immer noch nicht angekommen?

Sollten Sie in Ihrem Unternehmen bezüglich der Weiterentwicklung von Führungskräften Handlungsbedarf sehen, so lassen Sie uns miteinander reden. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken und mit Zufriedenheit und einer geringeren Krankenquote zurückzahlen.

Klaus Linten